Wie fleißige Instagram und Snapchat Follower unter euch wissen, waren wir vor einigen Wochen in Japan unterwegs. Der Grund? Wir wollten vor allem die japanische Küche kennenlernen. Oftmals angepriesen und als die Foodie-Stadt schlechthin gerühmt, war Tokio unser Reiseziel Nummer 1.

In europäischen Restaurants hat uns oftmals der Wow-Effekt gefehlt. Ja, es gibt hier gutes Sushi und auch das Yakiniku ist ganz nett. Aber was macht die japanische Küche wirklich aus? Gibt es großartige Unterschiede zu schmecken? Lasst uns da schonmal vorgreifen: Oh, ja! Die gibt es. Tokio ist eine Reise wert. Für jeden Foodie ist diese Stadt sogar ein absolutes Pflichtprogramm.

Tokio ist die Stadt mit den weltweit meisten Sternelokalen und schon deshalb ein Paradies für Gourmets. Nicht nur die einheimische Küche wird hier bis zur Perfektion zelebriert. Wir waren sehr überrascht in welcher Präzision und Leidenschaft auch internationale Gerichte zubereitet werden. Angefangen von neapolitanischer Pizza, Croissants, Waffeln bis hin zum Cheesecake. Hier findet man wirklich alles und unheimlicher Weise schmeckt es teilweise besser als das Original.

Japan Yakitori

Yakitori im Meat Man

Wir haben zeitweise in einer Wohnung in einem typischen Wohngebiet übernachtet. Viel Platz für große Kochsessions hat man hier wahrlich nicht. Und so findet sich in jeder Straße eine enorme Dichte an Restaurants, Fast-Food Läden und Bars. Außerdem ist es ja weithin bekannt, dass die japanische Kultur von einem Streben nach Perfektion geprägt ist. Dies bezieht sich auf alle Bereiche des Lebens und so trainieren auch viele japanische Köche ein Leben lang, um ihre Gerichte immer weiter zu verbessern.

Während der 10-tägigen-Reise haben wir viele neue Seiten der japanischen Küche kennengelernt. In Erinnerung geblieben sind uns vor allem Okonomiyaki (eine Art gepimptes Omelett), Yakitori (Grillspiesschen) und Bentos (Essensboxen). Letztere werden an Bahnhöfen als Snack für längere Zugfahrten verkauft. Auch die Onigiri oder sogar das frittierte Hühnchen aus dem Supermarkt waren der Knaller – simpel, sättigend und unheimlich lecker.

Japan okinomyiaki

Okinomyiaki

Überraschender Weise präsentiert sich die japanische Küche viel subtiler als wir zunächst annahmen. Zarte Geschmacksnuancen entfalten sich langsam und kommen spät im Gaumen an. Oftmals saßen wir ganz still am Tisch und konzentrierten uns nur auf das Essen, um auch wirklich keine Geschmacksnote zu verpassen. Vor allem im Vergleich zu der von uns geliebten Thai-Küche war das eine große Umstellung.

Wirklich vom Hocker gehauen hat uns aber die Servicekultur in Japan. Wir hatten kein einziges schlechtes Erlebnis, kein mürrisches Wort, keine verwechselte Bestellung. Jeder Mitarbeiter ist extrem engagiert, aufmerksam und freundlich. Dazu eine kleine Anekdote: bei unserem Besuch bei Dons de la Nature war der Chef des Hauses alleine im Restaurant. Sein Angestellter war erkrankt und er übernahm den Service, die Küche sowie den Garderobenservice. Was in manchen Lokalen nicht mal mehrere Angestellte hinbekommen, schaffte er an diesem Abend alleine. Er war freundlich, lies sich den Stress nicht anmerken und nahm sich sogar Zeit für Empfehlungen und Erklärungen. Als er bemerkte, dass wir fleißig Fotos machten, war er so aufmerksam uns das Fleisch sowohl im rohen, als auch im gebratenen Zustand zu zeigen und gab uns sogar die Möglichkeit einen Blick auf seinen Grill zu werfen. Und das war nicht die einzige tolle Serviceerfahrung während unserer Reise.

In unserem zweiten Teil stellen wir euch nächste Woche vier unserer absoluten Foodie Highlights in Tokio vor. 

Japan Bento

Bento während der Fahrt nach Kyoto

 

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