Heute möchte ich mit euch ausnahmsweise nicht meine Meinung über ein Restaurant, Café oder eine Bar teilen, sondern euch ein paar Gedanken zum Thema Ernährung mitteilen.

Chia, selbstgemachte Mandelmilch, Quinoa, Acai Bowls, Cold Brew Coffee, Paleo, Streetfood oder Mocktails, kaum hat man sich an einen Foodtrend gewöhnt, kommt schon der nächste ums Eck geschossen. Dass man in diesem ganzen Foodie-Dschungel den Überblick verliert, ist komplett normal. Oft werde ich von meinen Lesern daher gefragt: „Muss ich das probiert haben?“ oder „Was ist denn nun eigentlich gesund?“.

Meine Leitlinie um mich durch die Angebotsvielfalt zu schlagen, hat einen eher biologischen Hintergrund: Du bist was du isst!

Meine Leitlinie um mich durch die Angebotsvielfalt zu schlagen, hat einen eher biologischen Hintergrund: Du bist was du isst! Und das meine ich im ganz wörtlichen Sinn. Die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, werden von unserem Körper zerlegt und aufgenommen. Sie werden ein Teil von uns. Gibt es etwas Intimeres da draußen? Nein! Ob wir wollen oder nicht, werden jedoch nicht nur brav die Dinge aufgenommen, die wir wirklich brauchen, wie z.B. Vitamine, etwas Zucker als Energielieferant oder gesunde Fette, sondern auch chemische Zusatzstoffe, Medikamente aus tierischen Lebensmitteln oder schlechte Fette. Im optimalen Fall denkt man also jedes Mal ganz genau darüber nach, ob der Bissen auf der Gabel wirklich in den Mund soll.

Es gibt drei Komponenten zu beachten und selten schafft man es alle zu bekommen: Qualität, Zeit und Geld.

Mittlerweile achten immer mehr Menschen darauf, was sie zu sich nehmen und was nicht. Trotzdem fällt es in unserer Gesellschaft, die Leckereien im Überfluss bietet, schwer sich konsequent gesund zu ernähren. Es gibt drei Komponenten zu beachten und selten schafft man es alle drei zu bekommen: Qualität, Zeit und Geld. Habe ich genug Geld, schaffe ich es qualitativ hochwertige Produkte ohne großen Zeitaufwand zu bekommen. Habe ich genug Zeit kann ich z.B. durch eigenen Anbau tolle Produkte erhalten ohne dabei arm zu werden. Möchte ich schnell und günstig essen, muss ich mit Abstrichen in der Qualität rechnen. Welche Nahrungsmittel wir zu einem Teil von uns machen, hängt also auch stark von den anderen Rahmenbedingungen ab.

Wohin das Ganze führt sehen wir an einem weiteren Ernährungs-Trend: Austronautenkost.

Wohin das Ganze führt sehen wir an einem weiteren Trend der langsam nach Deutschland schwappt: Austronautenkost. Hersteller wie Huel oder Soylent bieten vollwertige Mahlzeiten in Pulverform. Meist günstiger als Alternativen kann man hier alle wichtigen Nährstoffe in kurzer Zeit zu sich nehmen. Wer weiß, vielleicht schauen wir in einigen Jahrzehnten zurück und wundern uns warum wir uns an stressigen Arbeitstagen Brötchen oder Pizza reingezogen haben. Dann gibt es in der Kaffeeküche flaschenweise Astronautenkost und wenn wir viel Zeit haben gönnen wir uns noch das Bio-Rind.

Mein Appell lautet sich für jeden Bissen auf der Gabel bewusst zu entscheiden! 

Letztendlich bleibt es jedem von uns selbst überlassen, für was wir uns entscheiden, welchem Trend wir folgen und auch mit welchem Essen wir uns zufrieden geben. Sicher sind einige der Foodtrends sinnvoll und viele der exotischen Lebensmittel auch gesund, jedoch ist es viel wichtiger über die ganz alltägliche Ernährung nachzudenken. Natürlich heißt das nicht, dass man sich nicht auch mal eine kleine, leckere Sünde leisten kann. Mein Appell lautet dabei nur sich für jeden Bissen auf der Gabel bewusst zu entscheiden!

In diesem Sinne: Guten Appetit!

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